1. Grundsätzlich kann die fachlich-inhaltliche Vorstellung des Angebots sowie des einzusetzenden Personals in Form einer mündlichen Präsentation vorgenommen und entsprechend bewertet werden.
  2. Die Wertung einer Präsentation bei der Zuschlagsentscheidung verstößt nicht gegen die Schriftformanforderungen für ein Angebot gemäß § 53 Abs. 1 HOAI und § 9 Abs. 2 VgV.
  3. Der Auftraggeber verfügt bei der Bewertung der Zuschlagskriterien über einen gewissen Freiraum und darf, ohne die zuvor festgelegten Zuschlagskriterien zu verändern, seine Tätigkeit der Prüfung und Bewertung der eingereichten Angebote strukturieren.
  4. Kündigt der Auftraggeber an, bei einer Präsentation allein den mündlichen Vortrag zu bewerten, hat die Dokumentation einen schwerwiegenden Mangel, wenn in ihr mehrfach auf eine schriftliche Tischvorlage verwiesen wird und es unklar bleibt, ob tatsächlich nur der mündliche Vortrag berücksichtigt wurde oder nicht.